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Pressemeldungen

 



Neue Siedlung am Ortsrand

BAUPROJEKT -  Investor plant Baubeginn Ende kommenden Jahres - Politiker stimmen zu

Artikel von Petra Wischgoll, erschienen am 25. August 2011


Roggendorf/Thenhoven. Das Dorf wächst weiter: Zwischen Sinnersdorfer Straße, Edeka-Markt, Norfer Weg und den Feldern nördlich von Roggendorf/Thenhoven sollen neue Einfamilienhäuser entstehen. Der Investor, die Firma WILMA Wohnen Köln-Bonn GmbH, hat mit dem Kölner Büro H + B Stadtplanung Gbr drei Alternativen für das 1,6 Hektar große Areal entwickelt und mit dem Stadtplanungsamt abgestimmt. Derzeit wird das Bebauungsplanverfahren eingeleitet. Voraussichtlicher Baubeginn ist Ende des Jahres 2012. Das Projekt wird nur einen Steinwurf entfernt vom Straberger Weg umgesetzt, wo ein weiterer Investor ebenfalls neue Wohnungen plant. Damit erhält der nördliche Ortsrand des Veedels ein ganz neues Gesicht.

Laut allen drei Entwürfen ist vorgesehen, dass die Siedlung durch eine Anliegerstraße von der SinnersdorferStraße aus angefahren werden kann. Die Häuser sind zweigeschossig und verfügen über ein ausgebautes Satteldach. Jedes Objekt erhält einen Parkplatz und eine Garage mit Flachdach. Dabei sieht die erste Variante 28 Doppelhaushälften und 22 Reihenhäuser vor. Die Gebäudereihen sind versetzt angeordnet, dies soll interessante Ausblicke innerhalb der Siedlung "und auch in die freie Landschaft ermöglichen", wie es in der Verwaltungsvorlage heißt. Die Anliegerstraße endet in einem Wendehammer.

Das zweite Konzept sieht ganz ähnlich aus, enthält allerdings 20 Doppelhaushälften und 31 Reihenhäuser, die etwas anders auf dem Areal arrangiert werden. Die Anliegerstraße hat eine sogenannte "Entreefunktion" - der Wendehammer befindet sich bereits weiter vorne am Eingang. Alternative drei ist eine Mischung aus Plan eins und zwei mit nur 18 Doppelhaushälften und 34 Reihenhäusern.

Geplant ist bei sämtlichen drei Varianten ein Spielplatz. Dieser sollte ursprünglich an die Sinnersdorfer Straße grenzen. Da es sich dort aber um eine sehr belebte Strecke handelt, forderten Stadtverwaltung und Politiker eine Versetzung zur entgegengesetzten Seite hin, zum Norfer Weg.

 Die Bezirksvertreter aus Chorweiler votierten jetzt einstimmig für den Bau, allerdings mit Auflagen. So soll der Investor zunächst den Wettbewerb für den Straberger Weg abwarten - derzeit erarbeiten acht Architekturbüros eigene Entwürfe -, damit die Neugestaltung später in die Pläne für das Baugebiet an der Sinnersdorfer Straße einbezogen werden kann. Unter anderem soll ein Fuß- und Radweg zwischen den beiden Siedlungen entstehen, die Wohnungen sollen barrierefrei sein, die Außenflächen zwischen dem Ortsrand und der Umgehungsstraße grün bleiben.

 Zudem soll die Stadt mit dem Investor über eine neue Kindertagesstätte und das künftige Angebot an Schulplätzen verhandeln.

Dagegen sehen die Roggendorf/Thenhovener das Projekt mit gemischten Gefühlen. Auf einem Bürgerforum vor ein paar Wochen, als die Stadt das Wohnungsprojekt vom Straberger Weg vorstellte, äußerten sich viele Bewohner besorgt. Wenn an beiden Stellen gebaut wird, wie sieht es dann mit dem Verkehr aus? Wenn Roggendorf/Thenhoven wächst, wird es dann eine bessere Infrastruktur für die Ortschaft geben, in der sich weder eine Bank noch eine Post befindet? Wie sieht es mit Schulplätzen und Kitaplätzen aus, wenn viele Familien in die Häuser ziehen?

Im September wird der Stadtentwicklungsausschuss über das Projekt entscheiden. Anschließend soll es auch eine Bürgerbeteiligung geben.

 

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E-Mail: presse@wilma.de


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